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Das Blog der Hamburger Volkshochschule

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Mal langsam!

Große Nachfrage nach Slow-Food-Kursen

„Kochen mit Slow Food Hamburg:
Regional – Saisonal – Fair“

Gerade bei diesem Thema verbietet es sich eigentlich, zur Eile anzutreiben. Aber es ist tatsächlich so: Wer bei unseren Slow-Food-Kursen im Frühsommer mit dabei sein möchte, sollte jetzt „ganz schnell“ sein, denn der Kurs im Februar war bereits nach kurzer Zeit ausgebucht.

Die Veranstaltungsreihe ist ganz neu im Angebot der Hamburger Volkshochschule: In Kooperation mit Slow Food Hamburg bieten wir in unserem VHS-Zentrum West in der Waitzstraße in diesem Jahr erstmals gemeinsame Kochkurse an. Getreu dem Motto „Regional – Saisonal – Fair“ bestimmt die regionale und saisonale Angebotspalette die Menüs und es werden ausschließlich entsprechende Produkte verarbeitet. Auf alles, was lange Transportwege oder Lagerungen hinter sich hat, wird bewusst verzichtet.

Wie kam es eigentlich zu der Kooperation?

Yvonne Aßmann, stellvertretende Conviviumleiterin von Slow Food Hamburg, kannte das VHS-Zentrum West als Teilnehmerin an Goldschmiedekursen. Davon, dass die Räume dort auch vermietet werden, hatte sie gehört. Auf der Suche nach passenden Küchenräumen für Koch-Veranstaltungen ihres Vereins fragte sie deshalb dort an. „Manchmal muss man sich einfach auch trauen, im richtigen Moment ‚Nein‘ zu sagen“, scherzt Carsten Giewald, Regionalleiter der VHS-Region West rückblickend. „Ich fand das Thema sofort spannend und dachte, dass das auch viele unserer Teilnehmer interessieren wird. Deshalb habe ich Frau Aßmann stattdessen den Gegenvorschlag gemacht, gemeinsame Kochkurse anzubieten. Die große Nachfrage freut uns jetzt sehr!“

Als überzeugte Slow-Food-Köchin betreut Yvonne Aßmann die Kooperationskurse im VHS-Zentrum West nun auch als Kursleiterin, gemeinsam mit Eva-Maria Willecke, ausgebildete Ökotrophologin und Mitglied von Slow Food Youth Hamburg. Die Themen und Menüs der Abende variieren: Von „Gemüse und Fisch“ über „Spargel und Wild“ bis hin zu „Schafskäse/Tomaten und Lammbraten“. Woher die Produkte stammen, die verwendet werden, wissen die beiden dabei jeweils ganz genau: Der Verein Slow Food Hamburg pflegt enge Kontakte zu lokalen und regionalen Produzenten und Händlern. Als „Lobby für die Geschmacksvielfalt“ möchte der Verein diese mit den Verbrauchern zusammenbringen.

Die Slow-Food-Bewegung – wie alles begann

 

Carlo Petrini (Mitte links) und Azio Citi (Mitte rechts) und ihre Mitstreiter © Pandastorm Pictures, Szenenbild aus dem Dokumentarfilm „Slow Food Storys“

 

Slow Food wurde 1986 von Carlo Petrini (italienischer Publizist und Soziologe) in der norditalienischen Kleinstadt Bra als Verein zur Erhaltung der Esskultur gegründet. Seit 1989 besteht der Verein international. Ursprüngliches Ziel war es, für gutes Essen, kulinarischen Genuss und ein moderates Lebenstempo einzutreten, auch in Abgrenzung zum Fast Food. Daraus wuchs bald die Einsicht, dass die bäuerliche Landwirtschaft, das Lebensmittelhandwerk und eine gesunde Umwelt für eine gute, saubere und faire Esskultur unerlässlich sind. 1992 gründetet sich Slow Food Deutschland e.V. als erster nationaler Verein außerhalb Italiens. 

Slow Food heute

Inzwischen ist Slow Food eine weltweite Vereinigung von bewussten Genießern und mündigen Konsumenten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Kultur des Essens und Trinkens zu pflegen und lebendig zu halten. In Deutschland hat die Bewegung derzeit über 13.500 Mitglieder in rund 85 lokalen Gruppen, „Convivien“ genannt. Slow Food Deutschland feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen – dazu finden bundesweit viele Veranstaltungen statt.

Slow Food fördert eine verantwortliche Landwirtschaft und Fischerei, eine artgerechte Viehzucht, das traditionelle Lebensmittelhandwerk und die Bewahrung regionaler Geschmacksvielfalt. Die Non-Profit-Organisation bringt Produzenten, Händler und Verbraucher miteinander in Kontakt, vermittelt Wissen über die Qualität von Nahrungsmitteln und macht so den Ernährungsmarkt transparent.

Durch Projekte wie die Arche des Geschmacks“ – ein Katalog von Nutztierrassen, Nutzpflanzen und Lebensmitteln, die vom Aussterben bedroht sind – die damit verbundenen Presidi-Förderprojekte sowie durch das Terra Madre-Netzwerk arbeitet Slow Food weltweit, um die biologische Vielfalt von Kultur- und Wildpflanzen, traditionelle und nachhaltige Anbau- und Verarbeitungsmethoden und ein reichhaltiges kulinarisches Erbe zu bewahren.

 

Website Slow Food Hamburg (Ausschnitt)

Zum Weiterlesen

Unsere nächsten Slow-Food-Kurse:

Kochen mit Slow Food Hamburg: Regional – Saisonal – Fair
Milchprodukte und Rindfleisch, 23.06.17, 18.00–21.45 Uhr, Kursnummer: 8505WWW54

Kochen mit Slow Food Hamburg: Regional – Saisonal – Fair
Tomaten und Lamm, 01.09.17, 18:00 – 21:45 Uhr, Kursnummer: 8505WWW56

  

© okkijan2010 – Fotolia

 

Bitte beachten Sie auch folgende, themennahe Veranstaltungen

„Achtsam Kochen in der veganen Küche“ im VHS-Zentrum West am 19.02.2017, Kursnummer 8507WWW06

„Brot backen – Bio und ohne Zusatzstoffe“, 3 Kurse: am 04.03., am 13.05. oder am 25.06.17

„Kochclub für bewusste Genießer“ im VHS-Zentrum West, Start am 24.03.2017, Kursnummer 8523WWW07 

„Frühlingsgerichte – frisch und lecker“ im VHS-Zentrum Mitte am 25.03.2017, Kursnummer 8516MMM02

„Das perfekte Festmahl: Harmonie von Speise und Wein“ im VHS-Zentrum West am 23.04.17, Kursnummer 8547WWW26

„Hamburger Küchenklassiker“ im VHS-Zentrum West, Start am 22.05.17, Kursnummer 8551WWW01

„Kochclub für Vegetarier/innen im VHS-Zentrum Mitte, Start am 18.05.17, Kursnummer 8523MMM12

„Fisch mal anders!“ im VHS-Zentrum Mitte, Start am 04.04.2017, Kursnummer: 8533MMM08

„Fisch garen in Marinaden“ im VHS-Zentrum Mitte, am 18./19.7.17, Kursnummer 8533MMM10

„Bierbrauen für Haus- und Hobbybrauer“, 3 Kurse: am 01.04., am 20.05 oder am 06.05.17

 

© shaiith – Fotolia

 

(sar)

Für die Volkshochschule Hamburg schreiben mehrere Autorinnen und Autoren.
Hier finden Sie Infos über uns und die einzelnen Autoren.
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