Direkt zu …
  1. Inhalt
  2. Hauptnavigation
  3. Zusatzinfos
  4. Suche und Metanavigation
  5. Seitenabschluss mit Impressum und Kontakt

Das Blog der Hamburger Volkshochschule

Suche und Metanavigation
Hauptnavigation
Inhalt

Mitmachen: VHS-Kundentag am 23. Juni 2017

Mitdenken – Mitreden – Mitmachen!

Getreu unserem Motto „Demokratie braucht Bildung“ können Teilnehmende an unseren Kursen auch an der Gestaltung und Weiterentwicklung der VHS-Arbeit vor Ort mitwirken.

An unserem Kundentag am 23. Juni 2017 wird es „außer der Reihe“ einmal einen Nachmittag lang um die Mitwirkung der Teilnehmenden gehen: Welche Möglichkeiten gibt es und mit welchen Fragen beschäftigt man sich da genau?

Dazu laden wir Sie ganz herzlich ein: Melden Sie sich an, bringen Sie sich ein, äußern Sie Lob und/oder Kritik und beteiligen Sie sich an der Entwicklung von Ideen. An der Lösung welcher Fragen würden Sie als Teilnehmende oder Teilnehmender gern mitwirken?
Wir freuen uns auf Sie und Ihre Fragen, Meinungen und Anregungen!

 

 

Zur Anmeldung für den Kundentag

 

Warum engagiert man sich eigentlich in der Teilnehmendenvertretung?
Eine Teilnehmendenvertreterin berichtet

Wie kommt man auf die Idee, sich als Teilnehmendenvertreter/in zu engagieren?
Für Karin Agor, die seit 2004 an der Hamburger Volkshochschule als Vertreterin für Teilnehmende aktiv ist, war es zuerst Neugier: Zunächst ging es ihr vor allem darum „über den eigenen Kursbesuch hinaus über den Tellerrand zu schauen“. 2003 buchte sie erstmals einen Kurs in der VHS-Region Bergedorf/Billstedt, einen Schwedischkurs. Im Herbst 2004 wurde sie dann als Teilnehmendenvertreterin für die Region gewählt. Ihr bleibendes Interesse war geweckt, als sie erlebte, „dass tatsächlich nach den Wünschen der Teilnehmenden gefragt wurde – über die üblichen Befragungen zur Kundenzufriedenheit hinaus“, berichtet sie. Es ginge eben nicht darum, zum Beispiel „über die Höhe bestimmter Kursentgelte zu meckern“. Sie erlebe die VHS als „urdemokratische Institution“, in der die Voten der Teilnehmenden grundsätzlich und auch zu strukturellen Fragen und bei neuen Entwicklungen mit einbezogen werden. Außerdem glaube sie an das Prinzip der Solidargemeinschaft. „Leider erlebt man heute gesamtgesellschaftlich eine starke Tendenz zu kurzfristiger Konsumhaltung“, bedauert Karin Agor. „Da scheint oft der Gedanke vorherrschend: ‚Ich gehe da jetzt hin, bezahle und bekomme dann etwas dafür.‘ Für mich persönlich ist es wichtig, dass es Institutionen gibt, die dem etwas entgegensetzen, nämlich das Prinzip ‚Menschen tun etwas gemeinsam für andere Menschen‘. Und ich kann auf diesem Wege auch etwas zurückgeben.“

Karin Agor

Inzwischen ist Karin Agor eine von zwei Sprecherinnen, die die Teilnehmenden aller VHS-Regionen vertreten. Zur Frage nach Themen, die ihr dabei bisher besonders wichtig waren, oder nach Bereichen, in denen sie etwas bewegen konnte, muss sie nicht lange überlegen:
Die Teilnehmendenvertretung habe sich beispielsweise dafür eingesetzt, dass die früheren Sommerpausen bei Sprachkursen verkürzt wurden. Zudem würden inzwischen auch mehr entsprechende Sommerkurse angeboten, mit denen Lernende die Wartezeit bis zum Start des Fortsetzerkurses im Herbst überbrücken könnten. Sehr wichtig sei ihr das Thema Barrierefreiheit: Hier habe die Teilnehmendenvertretung immer wieder Impulse gegeben. Sie persönlich habe sich in Bergedorf auch sehr stark für den Umbau des Hauses und die Verlegung des Eingangsbereichs nach vorn zur Straße hin eingesetzt. Man habe Stück für Stück schon viel erreicht, aber sie wünsche sich, dass die Informationen zur weiteren Umsetzung der Barrierefreiheit noch teilnehmerfreundlicher kommuniziert würden. „Warum macht man das eigentlich nicht so wie der HVV, also mit einem Maßnahmenplan, aus dem hervorgeht, ab wann welche Standorte komplett barrierefrei sind?“, regt sie spontan an. Auch zum Thema, wie man Müttern mit kleinen Kindern die Teilnahme an Kursen erleichtert könne, möchte die Teilnehmendenvertretung weiterhin Impulse geben: „Wickelauflagen an jedem Veranstaltungsort vorzuhalten, wäre schon einmal eine große Verbesserung. Aber es sind ja auch darüber hinaus kreative Lösungen möglich, die nicht viel kosten. Es muss ja nicht immer gleich eine parallel laufende Kinderbetreuung sein …“

Wie überzeugt sie von der Wichtigkeit und Wirksamkeit der Mitbestimmung ist, zeigt sich auch daran, dass sie im Herbst 2016 gemeinsam mit einer Vertreter-Kollegin mit großem Eigenengagement eine Kampagne startete, um noch mehr Kursteilnehmer zur Beteiligung an den Wahlen zur Teilnehmendenvertretung zu bewegen. Auch das 100-jährige Jubiläum der VSH im Jahr 2019 ist für sie ein großes Thema: „Für mich bedeuten 100 Jahre keineswegs, dass die VHS als Institution ‚verstaubt‘ ist, im Gegenteil: Seit 100 Jahren ist die VHS innovativ unterwegs. Und auch in Sachen Mitbestimmung ist sie Vorreiterin gewesen.“

© mangostock

Für Karin Agor ist die Möglichkeit der Mitbestimmung ein wesentlicher Grund dafür, Kurse bei der VHS zu besuchen und nicht bei einem privaten Anbieter. „Ich erlebe hier immer wieder, dass ich tatsächlich etwas mitgestalten kann“, stellt sie fest. Sie sehe bei der VHS auch ein ungleich größeres Potenzial: in der großen Erfahrung und Kompetenz, in der guten Vernetzung in Stadt und Region, in der Erreichbarkeit vor Ort und in der Vielfalt der Angebote. „Damit, dass die VHS Zuschüsse aus Steuergeldern bekommt, ist ja ein deutlicher Auftrag verbunden. Damit wird auch sichergestellt, dass das Angebot vielfältig bleibt und die VHS-Kurse überall vor Ort und gut erreichbar sind. Das alles zusammen macht genau den Unterschied für mich: Die Hamburger Volkshochschule ist eben tatsächlich eine Institution von Hamburgern für Hamburger.“

 

Die Mitwirkung von Teilnehmenden in der Hamburger Volkshochschule

© Rawpixel

Die Mitwirkung unserer Teilnehmenden hat eine lange Tradition: Eine „Hörervertretung“ gab es bereits bei Gründung der Hamburger Volkshochschule im Jahr 1919.

Aktuell ist die Mitwirkung der Teilnehmenden so geregelt: Wer sich auf diese Weise engagieren möchte, kann sich im Rahmen des Besuchs eines VHS-Kurses als Kurssprecher/in wählen lassen: In jedem VHS-Kurs mit mindestens 8 Terminen pro Semester können die Teilnehmenden zu Beginn des Programmjahres – spätestens am dritten Kurstag – eine/n Kurssprecher/in und eine/n Stellvertreter/in wählen. Diese Kurssprecher sind dann erste Ansprechpartner für Anregungen von Seiten der Teilnehmenden. Sie vermitteln zum Beispiel bei Problemen und Konflikten im Kurs zwischen Teilnehmenden und Kursleitenden oder auch gegenüber den Mitarbeitenden der Volkshochschule.

Zweimal jährlich werden aus der Gruppe der Kurssprecher/innen für jede Region die Teilnehmendenvertreter/innen gewählt. Diese nehmen die Aufgabe wahr, stellvertretend für alle Teilnehmenden einer „VHS-Region“ oder eines Bereiches (Grundbildung oder Deutsch als Fremdsprache) an wichtigen Entscheidungsprozessen mitzuwirken. So vertreten sie die Interessen aller Teilnehmenden auf den jährlichen Regional- und Bereichskonferenzen und darüber hinaus zweimal jährlich auf einem Treffen mit der Geschäftsführung.
(sar)

Ausführliche Informationen zur Mitwirkung von Teilnehmenden bei der Hamburger Volkshochschule

Zur Anmeldung: Kundentag am 23.6.17

Für die Volkshochschule Hamburg schreiben mehrere Autorinnen und Autoren.
Hier finden Sie Infos über uns und die einzelnen Autoren.
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.