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Das Blog der Hamburger Volkshochschule

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Bericht vom Kundentag der VHS am 23. Juni

„Die Menschen müssen begreifen, wie gut das alles ist“

Eine gewisse Anspannung liegt in der Aula der Hamburger Volkshochschule in Othmarschen in der Luft. Fast 50 Teilnehmer-Vertreter/innen, VHS-Mitarbeiter/innen und Geschäftsführung sind dort am 23.06.2017 in der Waitzstraße zum „VHS-Kundentag“ zusammengekommen.

Zwar gehört die Beteiligung der Teilnehmenden an der Arbeit der VHS und damit der regelmäßige Austausch zum Alltag, dieser findet jedoch hauptsächlich auf regionaler Ebene statt. Nun hatten die beiden Sprecherinnen der Teilnehmenden, Karin Agor und Frau Gutenmorgen, und die VHS-Geschäftsführung zum großen „Kundentag“ eingeladen, um über die Zukunft der Teilnehmenden-Vertretung zu diskutieren und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln.

VHS-Abteilungsleiterin Katja Krupke stellt den Workshop-Plan zusammen

Denn auch wenn die VHS ihren Teilnehmenden Mitspracherechte garantiert, so nehmen doch immer weniger Menschen dieses Recht wahr. „Wie kann man diese tolle Institution, die es sonst nirgends gibt, weiterentwickeln? Wie muss die Struktur aussehen, damit alle mitmachen können?“, fragt Frau Gutenmorgen zu Beginn der Veranstaltung. „Was würden Sie gern verändern? Sie entscheiden, über welche Themen wir heute reden“, setzt VHS-Abteilungsleiterin Katja Krupke die Veranstaltung fort.

Und die Gäste in der Aula der VHS-West entscheiden schnell, worüber sie heute reden und arbeiten wollen: Inhalte, Grenzen und Strukturen der Mitwirkung, Steigerung der Präsenz in der Mitwirkung bei allen Alters- und Zielgruppen, Barrierefreiheit, technische Ausstattung, Programmplanung.

In sieben Workshops wird nun 90 Minuten lang geredet und diskutiert, werden Erfahrungen, Gedanken und Ideen gesammelt und ausgetauscht. „Den Teilnehmenden ist nicht klar, was ein Kurssprecher überhaupt bewirken kann, vielleicht ist deshalb das Interesse eher gering“, heißt es in einem Workshop. In einem anderen: „Die Kursleitenden müssen sich mehr dafür einsetzen, dass Sprecher in ihren Kursen gewählt werden.“ Und im Workshop nebenan wird die Frage diskutiert, ob es nicht auch Möglichkeiten gäbe, „Mitwirkung digital zu organisieren“, damit könne die VHS „vielleicht die Jugend gewinnen“. In vielen Workshops ist Konsens: „Die Hamburger Volkshochschule muss viel mehr über die Mitwirkungsmöglichkeiten informieren“, viele Teilnehmende wüssten davon zu wenig oder nichts. Und auch zu den Themen Barrierefreiheit, technische Ausstattung, Programmplanung haben die Teilnehmenden viele Ideen. So wünschen sie sich kürzere (Ferien)-Pausen zwischen den Kursen, mehr Kleingruppen, eine gute technische Ausstattung und bessere Akustik in den Kursräumen.

Teilnehmervertreterin Jutta Kruse engagiert sich seit Jahren für die Hamburger Volkshochschule in Othmarschen.

Nach fast drei Stunden, 7 Workshops, 1 Kaffeepause und unzähligen vollgeschrieben Metaplan-Tafeln ist von der Anspannung am Anfang nichts mehr zu spüren. „Es tut mir weh, dass viele überhaupt nicht wissen, was für eine tolle Organisation die VHS eigentlich ist. Die Menschen müssen begreifen, wie gut das alles ist“, meint Jutta Kruse, die sich seit vielen Jahren in der Teilnehmervertretung in der VHS-West engagiert.

Alle sind sich einig: Die Arbeit heute hat sich gelohnt. „Wir wissen Ihr Engagement sehr zu schätzen. Das ist ein schöner Start heute. Daran werden wir weiter arbeiten“, sagt Katja Krupke ganz am Schluss. Und auch sie wirkt nun entspannt und erleichtert.

(JöG)

Fotos: Hamburger Volkshochschule, Jörg Gensel

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